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Euphoria

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Euphoria ist einer der zentralen Figuren von Soultrade, und für die noch ausstehende Geschichte und weitere Entwicklung. Über das Mädchen selbst sind so gut wie keine Details bekannt, und auch ihr bisheriges Auftreten kann nur schwer genauer beschrieben werden.

(An dieser Stelle scheinen mehr Informationen vorzuliegen, aber sie wurden unleserlich gemacht und sind nicht weiter einzusehen.)

KlassifizierungBearbeiten

  • 3. Generation
  • ??
  • ??
  • ??

[FEHLER]Bearbeiten

[FEHLER]Bearbeiten

Wind in den Getreidefeldern
Stille, die im Regen liegt.
In seinem Traum entscheidet sich
Welch' Erinn'rung schwerer wiegt.

Im Feuer steht sie nun gebadet
Steht ihm fern, hat sich entbehrt.
Der Mensch tut stets nur, was ihm schadet
Und das Biest, was es verzehrt.

Er hegte einst den fernen Traum
Der Zukunft einer fremden Welt.
Von der, die ewig sich erhält
Und nie vergeht.

In allem Schlaf und seinem Werke
bricht sich still der Glockenschlag
Was sie wirkt, was sie vermag
Schüttet auf, der Menschen Berge.

Unter Tränen war ihm einst
Sein Herz so schwer wie nie.
Unter Tränen sieht er ihren Schatten:
Euphorie.

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„Neue Erkenntnisse?“
Diese Frage stellte er nun, an jedem Tag, mit jedem weiteren Mal in dem er die Hauptforschungseinrichtung von KOUSEI betrat und seinen weißen Kittel übergeworfen hatte. Es ärgerte ihn nicht mehr, dass die Antwort darauf stets ein verneinendes Kopfschütteln und resignierte Blicke waren. Vielmehr befestigte es ihn in seinem Entschluss, den er mehr und mehr für sich selbst zu treffen schien: Es musste aufhören. Sie waren an einem Punkt angekommen, an einer Situation die sich wissenschaftlich und mittels ihrer eigenen Möglichkeiten und Schlussfolgerungen nicht mehr länger erklären ließ. Euphoria hatte die Antwort sein sollen – die nächste Stufe in ihrer Forschung, das Ergebnis jahrelanger Veränderungen, Wagnisse und Risiken, der Schlüssel zur Heilung von so vielen Dingen, ermöglicht durch die Manipulation und die Veränderung von Genetik, von der sie anfänglich ausgegangen waren. Menschen mit tierischen Genen, um Zellregeneration und Krebsbekämpfung anregen zu können, woraus sich mehr durch einen dummen Zufall Hybriden entwickelt hatten, mit der Zeit – das Sprungbrett in ihren wirtschaftlichen Erfolg, mit dem sich – trotz den schrecklichen Dingen, die daraus entstanden war – eine weitere Tür geöffnet hatte, hin zu dem jetzigen Abschluss den sie erzielen wollten. Keine Krankheiten mehr, für niemanden. Den Erbcode knacken, die Vergänglichkeit allen menschlichen Lebens, all dies aufheben und lösen. Beheben. Niemand mehr musste an irgendetwas sterben, wäre es nun eine körperliche oder geistige Schwäche, sie hatten bereits Erfolge darin erzielt. Oder nicht? Doch, so war es gewesen. Die Befunde waren nicht gefälscht, waren präsentabel. Stufe 3 sollte der Abschluss sein. Sie hatten sie überwacht, hatten versucht zu erklären und zu analysieren, was mit ihr geschehen war. Was überhaupt geschehen war, bei ihrer Geburt, in ihrem Körper, mit ihren Genen. Sie hatten sich so sehr bemüht, zahlreiche Tage und Nächte darauf ausgerichtet, sich nur auf sie und ihre unerklärlichen Entwicklungen konzentriert. Und doch...

Eigentlich hatte er immer Freude dabei empfinden wollen. Sein Enthusiasmus und seine Begeisterung aus früheren Tagen war nie abgeflaut, hatte ihn stets angetrieben, auch wenn er mit der Zeit hatte verdrängen müssen, welch schlimme Dinge auch durch sein eigenes Werk entstanden waren. Aber aufgeben, Nein – zu viel war geopfert worden, dafür. Wenn man einen Weg lange genug beschritten hatte, dann konnte man nicht aufgeben. Nicht aufhören. Nur das Ziel erreichen! Wer gab einem schon all die Jahre zurück,und all die Opfer?
Und doch verspürte er nun keine Freude mehr, wenn er dieses eine spezielle Zimmer betrat. Es war hergerichtet worden, um sich ihren...veränderten Bedürfnissen anzupassen. Ein jugendlich eingerichtetes helles Zimmer, so wie es eben angebracht war für jemanden...für jemand wie sie. Wie Euphoria, eben. Das Kind von zwei Jahren, welches nun...

E






„Toll, dass du heute gekommen bist!“
Sie strahlte ihn an und stand auf, streckte sich einmal und machte eine halbe Drehung, so geschwind dass ihr langes, weißes Kleid davon erfasst wurde und sich mit der Bewegung mit trug. Sich die ewig lang gewordenen, blonden und im Ansatz leicht nach innen gedrehten Strähnen zurück streichend stellte sie sich vor ihm hin, legte ihre Hände hinter sich zusammen und lächelte zu ihm hoch, mit ihren hellen und fast unnatürlich wirkenden Augen, die eine leicht orangen-rötliche Färbung angenommen hatten. Ihre Wangen waren von rosa getünkter, gesund wirkender Haut gezeichnet, und allgemein wirkte sie nun wie ein wohl ungefähr sechzehnjähriges Mädchen. Und ihr Lächeln, mit dem sie ihn bedachte, war so offen wie eh und je. Wie jugendlich und fröhlich sie dabei wirkte, unheimlich fast, sah man einmal von dem kleinen Messgerät ab, welches man ihr zur steten Überprüfung ihrer Blut- und körpereigenen Werte angelegt hatte.

Das vertraute Gefühl von Übelkeit und Irritation überkam ihn, wenn er sie so sah. Mit ihr in einem Zimmer zu stehen wirkte stets so, als würde er einen Schritt hinaus machen aus der Realität, in eine Welt hinein die zu groß für ihn war, die er nicht länger verstand. Lange Zeit hatte er sich nach ihrem damaligen Treffen dazu zwingen müssen, dass sein Blick nicht immer sofort zur gegenüberliegenden Wand gehuscht war und dort angestrengt, wie panisch wirkend, nach dem darin befindlichen Loch gesucht hatte. Inzwischen konnte er sich davon abhalten, wenn auch nur mühsam.

„Du siehst traurig aus, heute.“ Sie sprach ihn bereits erneut an, und er zwang sich in die Unterhaltung mit ihr zurück, fort aus seinen Gedanken. Bevor er antworten konnte, gluckste sie leicht und legte den Kopf schief, schloss die Augen und lächelte warm zu ihm hin.

„Mhm-mhm. Ich verstehe schon.“ Die Augen öffnend sah sie ihn durchdringend an, neigte den Kopf ein wenig vor. Sprach zu ihm, ohne dass er ihr je davon erzählt hatte, ohne dass er überhaupt gesprochen hatte - und wie auch, er war ja eben gerade erst angekommen.
„Erzähl mir doch davon, ja? Von dem Mädchen, das gestorben ist. Vielleicht geht es dir dann ein wenig besser? Und...ich würde gerne ein bisschen etwas über sie wissen. Was sind das, Hybriden?“

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